RAVeL, RAVeL, wir fahren nach Namur

Das 400 km Brevet bahnt sich an. Seit der letzten Langfahrt vor vier Wochen stand fest, dass ich zur Entlastung der Schulter einen Aeroaufsatz brauche. Zwei Wochen vor dem Termin habe ich dann einen passenden günstig gebraucht gefunden. Kontaktaufnahme und Antwort: Ist noch zu haben und dazu zum kleinen Preis. Super. Leider kann die Anbieterin den Aufsatz erst am Freitag verschicken, weil sie noch beruflich unterwegs ist. Na gut, ist ja immer noch eine Woche. Sollte reichen. Ich mach es kurz, er kam nicht mehr zum Einsatz. Wenn ihr mal etwas zeitkritisch zugeschickt bekommen sollt: Wählt nicht Hermes! Katastrophe!

Also musste es ohne gehen. Sicherheitshalber mal etwas Ibu und Diclo eingepackt für die Schulter. Eine passende Rahmentasche, die noch eine 0,75 und eine 0,5l Flasche im Rahmen zulässt wurde noch bei Revelate gefunden. Mein eigentlicher Favorit von Ortlieb war leider zu groß, ebenso die von Apidura. Um es vorweg zu nehmen: Die Revelate ist super!

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Tangle S, passt perfekt in meinen 55er Rahmen

Nun, eine gute Woche vor dem Start bekomme ich so ein Kratzen im Hals. Üblicherweise kündigt sich so bei mir eine (sehr seltene) Erkältung an. Die Nerven liegen blank. Dann Dienstagabend beim Tanzkurs plötzlich ein Zwicken in der linken Achillessehne. Mittwoch bin ich schon deutlich am Humpeln. Treppensteigen ist auch nicht wirklich schön. Die Ratschläge aus dem nicht radelnden Umfeld sind eindeutig: Damit kannst Du keine 400 km fahren, auf keinen Fall. Kollegin Claudia meint allerdings, sie wäre mit einem vergleichbaren Befund im letzten Jahr mit mir den 200er gefahren. Außerdem kann man in einschlägigen Foren nachlesen, dass Radfahren quasi als Therapie für gequälte Achillessehnen gilt. Vermutlich haben die dabei aber nicht an solche Strecken gedacht. Zumindest meine Strecke zur Arbeit und zurück machte es aber nicht schlimmer. Das ließ hoffen. Am Freitag wurde entschieden: Ich fahre auf jeden Fall. Die Wettervorhersage war unglaublich gut, selbst der Wind sollte über Tag leicht von hinten wehen und zum Abend, wenn der Rückweg ansteht drehen! Besser kann man es nicht treffen. Da kann so ein bisschen Achilles ja nicht alles in Frage stellen, oder?

Am Freitagabend wurde alles ans Rad gezurrt. Die neue Revelate Tasche fasste neben dem Akku für das Fernlicht fast ausschließlich Riegelzeug und Studentenfutter als Notration, da ich hörte, dass in großen Teilen Belgiens der Nachschub an Futtermitteln schwierig sein sollte. Reichlich Stullen waren auch wieder dabei. Damit wollte ich vermeiden zu viel Zeit in den Pausen zu verlieren. An Kleidung packte ich noch Arm- und Beinlinge, ein langes Jersey und eine Windweste ein. Da ich mit Komoot und Handy navigieren wollte steckten zwei Powerbanks in der Tasche auf dem Oberrohr.

Am Samstag morgen in Twisteden dann das gewohnte Gewusel. Anmelden, den Ein oder Anderen begrüßen. Rad ausladen und nochmal checken. Schnell noch einen Kaffee trinken und der obligatorischen Ansprache von Organisator Michael lauschen.

Ein paar Worte zum Titel der Tour. Ich Banause dachte zunächst der Komponist Ravel (der mit dem Bolero) käme möglicherweise aus Namur und darauf würde der Titel anspielen. Erst kurz vorher wurde mir bekannt, dass die Fernradwege in Belgien, auf denen wir große Teile fahren würden, RAVeL’s heißen. Das ist die Abkürzung von Réseau Autonome de Voies Lentes, also „unabhängiges Netz langsamer Wege“, die auf ehemaligen Bahntrassen und Treidelpfaden verlaufen und große Teile Belgiens durchziehen. Super zu fahren, allerdings dort, wo Straßen gekreuzt werden sind oft Drängelgitter und/oder üble Kanten an den Übergängen, so dass man immer wieder ausgebremst wird. Das war übrigens auch der Grund warum kein einziges Velomobil zu sehen war. Dafür allerdings u.A. ein uraltes und augenscheinlich mäßig gepflegtes Tandem oder auch ein ziemlich simples Klapprad.

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Damit hätte ich mich nicht auf so eine Strecke getraut

Gegen 8 in der früh ging es in mittlerweile gewohnter Manier in 30er Gruppen los. Moni schreibt dazu jeweils die Startgruppe auf die Karte und wenn 30 voll sind werden diese auf den Weg geschickt. Ich bin mal wieder zufällig in die erste Gruppe geraten und gleich im Sog der Heizer mitgezogen worden.

Weniger als 30 stand ab jetzt selten auf dem Tacho, mit deutlicher Tendenz nach oben. Okay, dachte ich mir, mal sehen wie lange das gut geht. Eigentlich bin ich kein Gruppenfahrer, die Enge ist mir eher suspekt, als dass ich den Windschatten genießen würde. Nach vielleicht einer Stunde kam der Zug plötzlich zum Stillstand. Pinkelpause. Ein Kandidat stoppte allerdings nicht und auch ich brauchte im Moment keine Pause und so fuhren wir zu zweit weiter. Für diesen Moment waren wir zwei vermutlich die Führenden des ganzen Brevets. Ein erhabenes Gefühl! Nach etwa 15 Minuten hatten uns einige aber wieder geschluckt und es bildete sich wieder die gewohnte Formation.

So ging es weiter im Affenzahn an Roermond vorbei bis zur ersten freien Kontrolle in Maaseik in Belgien bei Km 85. Der Schnitt bisher betrug ziemlich exakt 30km/h. Auf dem Marktplatz zerstreute sich die Truppe in verschiedene Cafés um sich stempeln zu lassen. Ich nahm Platz in einem der Cafés um was zu trinken und auch der andere Nichtpinkler gesellte sich zu mir. Wie sich rausstellte ein Niederländer aus Groningen mit Erfahrung in Langfahrten.

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Kurze Pause in Maaseik

Da meine Navigation per Handy immer wieder ausstieg fuhren wir zunächst gemeinsam weiter und fanden bald wieder mit einer gemein schnellen Truppe zusammen. An dieser Stelle muss ich mal über eine Begegnung berichten mit einer bestimmten Mitfahrerin, nennen wir sie diplomatisch mal „die unangenehme Person“. Der ganze Trupp hielt an einer roten Ampel. Ich trank einen Schluck aus der Flasche, die Ampel wurde grün und ich klebte nun nicht SOFORT wieder am Hinterrad des Vordermanns. Ich ließ jetzt aber auch nicht gerade eine Riesenlücke, es war vielleicht ein Meter Luft bis ich anfuhr. Da höre ich von hinten ein geranztes: „Mann, fahr doch!“ Zum Umdrehen war keine Zeit, aber es war eine Frauenstimme. Ein Stück weiter fuhr besagte Person halb versetzt hinter mir. Da mir, wie schon erwähnt, das Fahren im Pulk nicht gefällt lasse ich lieber einen Meter Abstand, als drei Zentimeter hinter dem Vordermann zu kleben. Da spricht die Person mich an, was ich aber akustisch nicht verstand, so dass ich mich ein klein wenig zurückfallen ließ um nachzufragen, was ihr Begehr sei. „Mann, lass doch nicht so abreißen hier“ wurde ich wieder aggressiv angeranzt. „Bleib mal locker“ erwiderte ich verblüfft, während eine ältere Dame im PBP Jersey, die definitiv „fit like a butchers dog“, aber auch ebenso bissig schien, tief in den Drops an mir vorbei zog. (Ich glaube die an sich korrekte Bezeichnung „ältere Dame“ würde sie am meisten treffen). Hier hat aber einer das Prinzip „Brevet“ nicht so ganz verinnerlicht, dachte ich noch, und es fielen mir etliche gemeine Erwiderungen ein, die ich aber alle runterschluckte. Soll Sie doch den Windschatten suchen, ich kann das Ding auch alleine nach Hause fahren.

Einzig meine zickende Navigation ließ mich zunächst in der Truppe verweilen. Das Handy schaltete sich trotz genügend Saft aus der Powerbank immer wieder ab.

Irgendwie machte die Mannschaft keine Anstalten mal irgendwo kurz zu halten um was zu sich zu nehmen. Plötzlich wieder ein Stop mitten auf der Strecke. Die scheinen viel zu trinken, denn wenn die halten, dann nur zum pinkeln. Hier konnte ich dann wenigstens mal schnell eine Stulle und ein Gel einwerfen.

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Links die „unangenehme Person“ und mein Groninger Kollege in Schwarz. Die beiden Hünen in Gelb/Schwarz/Grün mit leichtem Gepäck und teurem Carbon gaben von vorne die meiste Zeit das Tempo vor.

So ging es im Eilgang weiter bis ich bei Km 160 entschied die Notbremse zu ziehen. Ich merkte mittlerweile deutlich an welch schmalem Grat ich mich bewegte. Die Beinmuskeln zuckten kurz vor der Krampfgrenze, das war mir ein wenig heikel. Also scherte ich kurzerhand aus an einem kleinen Marktplatz im Örtchen Landel um im Straßencafé mal in Ruhe zu sitzen und was Kühles zu trinken. Bis jetzt lag der Nettoschnitt immer noch bei fast 29.

Erst mal in Ruhe das Handy checken. Nach Neustart von Handy und Komoot ging die Navigation dann auch wieder. Es schien, als würde das Handy beim Navigieren mehr Strom verbrauchen, als die Powerbank nachliefern kann. Das gleiche Setup hatte bei meiner Tour nach Halle aber noch problemlos funktioniert. Da ich nun recht weit vorne lag würden schon immer wieder welche vorbeikommen, an die ich mich zur Not hängen kann.

Mit frisch gefüllten Flaschen und frisch gebootetem Handy machte ich mich wieder auf den Weg. Die Freude hielt genau 5 km, dann war das Display wieder schwarz. Neustart – Fehlanzeige. Während ich unter einer Brücke noch an dem Teil rumfingerte kam ein einsamer Radler des Weges, fuhr die Brückenauffahrt hoch und verschwand. Es dauerte ein paar Minuten, bis ich alles wieder verstaut hatte und als ich ebenfalls hinauf gefahren war stand ich auf solch einem RAVeL und rätselte in welche Richtung nun Namur liegen würde, denn der Radler war nicht mehr zu sehen.

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Gehts hier nach Namur?

Also notgedrungen die Richtung geraten (und darin bin ich richtig schlecht!). Kurz darauf traf ich glücklicherweise ein paar Spaziergänger, die mir bestätigten auf dem rechten Weg zu sein. Jetzt musste ich nochmal ein wenig hetzen um den Radler noch einzuholen. Ohne den würde ich in Namur das Schloss vermutlich nicht finden.

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Da isser ja endlich

Mein neuer Navigator fuhr ein mir angenehmeres Tempo zwischen 25 und 30 und der Höflichkeit halber fragte ich an, ob ich ihm denn wg. meiner Naviprobleme bis Namur würde folgen dürfen. Auch er war Niederländer, ein alter Haudegen, mit LEL Jersey und einem mit Rohloff-Nabe, Gates-Riemen, Rennlenker und Brems-Schalthebeln aus der Masse herausstechendem Rad unbekannter Manufaktur.

Sein Gamin Etrex hatte er um den Hals hängen und er schaute zwischendurch immer wieder darauf und war sich augenscheinlich auch nicht immer sicher. Er hätte die falschen Karten darauf, sagte er, daher ging nur Brotkrumennavigation. Immer noch besser als keine Navigation.

 

So näherten wir uns Namur. In der Stadt war es dann nochmal kompliziert den rechten Pfad zu finden, aber schließlich sahen wir das Kastell auf dem Berg. Eine schöne, fast 4 km lange Serpetinenstrecke mit Kopfsteinpflaster bei max. 12% Steigung war das Finale zur ersten Hälfte der Strecke, wo es dann im feinen Hotel im Château de Namur gegen 16:30 Uhr den Stempel gab.

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An der Rezeption des Nobelschuppens war man vorgewarnt und sehr höflich!

Ich hoffe, dass die Reinigungskräfte sich der Toilettenräume noch annehmen, bevor die zahlungskräftige Klientel diese besucht. Knapp 100 verschwitzte Randonneure hinterlassen schon ein paar Spuren.

 

Nachdem die Flaschen frisch gefüllt und Stulle, Riegel und Gel verzehrt waren, musste ich mir nun eine Strategie für den Rückweg überlegen. Eine kleinere Gruppe, die nach mir eintraf, hinterließ einen netten Eindruck, da sie es offensichtlich nicht ganz so eilig hatte und auch davon sprach in Namur erstmal was essen zu wollen. Ich half mit ein paar ISO-Brausetabletten zur Wasseranreicherung aus und frug an, ob ich mich ihnen anschließen dürfe. Es schien auch erstmal alles zu passen. Nach dem Höllenritt bergab warteten die Unerschrockensten unten auf die Nachzügler und erst als alle wieder beisammen waren ging es weiter. Einzig die geplante Esspause schienen Sie vergessen zu haben.

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So viele einladende Örtlichkeiten, aber keiner machte Anstalten zu halten.

Ehe ich mich versah waren wir wieder aus Namur raus und auf dem RAVeL zurück. Okay, dachte ich, bei Km 250 sollte, laut Organisator Michael, eine der letzten Verpflegungsmöglichkeiten mit längeren Öffnungszeiten zu finden sein. Das Tempo wurde auch wieder verschärft und als erste fiel ein Mädel zurück, was aber Niemandem irgendwie Kopfzerbrechen zu machen schien. Gruppen finden sich so schnell wie sie wieder zerfallen, das ist halt Brevet, dachte ich und blieb dran. Nach einer Weile ließen sich zwei weitere Genossen zurückfallen. Um die Dame wieder einzusammeln, vermutete ich, und blieb dran.

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Das Tempo wurde wieder angezogen

Als dann die magische 250 km Grenze passiert wurde war keine Verpflegungsmöglichkeit zu sehen. Auch ein paar Ortschaften, die gestreift wurden wirkten eher ausgestorben. Also ließ ich bei Km 260 die verbliebene Truppe ziehen, wählte eine Parkbank zur kurzen Rast und schaute mal wieder ob das Handy wohl inzwischen ausreichend geladen war.

 

Immer mal wieder kamen kleine Grüppchen oder auch einzelne Fahrer vorbei und fragten nach, ob alles OK sei. Daumen hoch, alles gut! Nach etwa 15 Minuten raffte ich mich auf und gab dem Handy seine nächste Chance. Ich wusste zwar, dass es jetzt erstmal eine ganze Weile mehr oder weniger geradeaus ging, hoffte aber insgeheim mich irgendwann wieder jemandem anschließen zu können, denn ich hatte kein Vertrauen mehr in das elektronische Mistding. Und mein Misstrauen sollte sich leider schnell bewahrheiten.

Genau so schnell fand ich aber glücklicherweise Anschluss an den Einzelfahrer, der zuletzt an mir vorbei gefahren war. Zunächst hielt ich gebührend Abstand, wollte ich doch nicht in den Verdacht geraten nur ein bisschen Hinterrad lutschen zu wollen. Aber er fuhr wirklich recht langsam, so zwischen 20 und max. vielleicht mal 25 km/h. Aber lieber langsam nach hause kommen als hier noch in der Nacht verfahren.

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Meine Aussicht für den Rest der Strecke

Langsam wurde es dunkel und plötzlich gab mein Steuermann Zeichen und fuhr rechts ran. Dort war ein geschlossener Supermarkt, davor ein Getränkeautomat. Ich hielt ebenfalls und wir wechselten ein paar Worte. Wir zogen ein paar Flaschen Wasser und ich erzählte mal wieder meine Geschichte von der misslungenen Navigation. Ab jetzt ging es gemütlich und mit geregelten Esspausen mindestens alle 50 km weiter. Immer mal wieder wurden wir von schnelleren Zügen überholt, aber wir trafen auch auf am Wegesrand ruhende Randonneure. Stoisch und recht wortkarg zogen wir unsere Bahn. Nächster Halt eine Bushaltestelle. Kurze Nachricht nach hause, Stulle, trinken, weiter. Regelmäßige, aber kurze Pausen. So hätte es auch der alte Hans gemacht.

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Nächtliches Idyll an der Bushaltestelle

Jetzt wurde es auch langsam kalt. Die Strecke führte vorbei an großen Wasserflächen mit lauten Froschgequake und die Feuchtigkeit zog in die Knochen. Bei der nächsten Pause irgendwo im Nirgendwo wurden Arm- und Beinlinge und das lange Trikot übergezogen. Meine rechte Schulter machte wieder die bekannten Zicken und so nahm ich noch eine Ibu dazu. Nach langer Fahrt in der Einöde wurde die Umgebung mittlerweile wieder etwas belebter. Etliche Jugendliche auf Rädern begegneten uns, die offensichtlich von irgendwelchen Parties nach Hause fuhren. Krönung war ein bunter und lauter  Jahrmarkt in einem Dorf kurz vor der belgisch-holländischen Grenze gegen Mitternacht. Kontrastprogramm.

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Skurrile Begegnungen in der Nacht

Knapp 80 km blieben noch. Mittlerweile eingespielt spulten wir unsere km ab. Bei einer letzten Pause etwa 40 km vor dem Ziel zauberte mein Mitfahrer eine Tüte Minisalamis hervor. Das muss ich mir merken, alles ist besser als Riegelzeugs. Mein Partner zeigte die ersten Ermüdungserscheinungen und so versuchte ich ihn mit ein bisschen Smalltalk wach zu halten. Dabei erfuhr ich Einiges über ihn. Er hatte vor dem Start schon eine über zweistündige Anfahrt per Auto hinter sich und wollte auch noch direkt nach Ankunft wieder nach Hause fahren. Als ehemaliger Triathlet bis hin zur Langdistanz hatte er sich mittlerweile mehr zu Radmarathons verlegt. Am nächsten Wochenende startet er zu dem fast 1700 km langen Race around the Netherlands und die kurzen (!) Brevets nutzt er zum Grundlagentraining! Das erklärt das verhaltene Tempo. Vor zwei Jahren ist er unter anderem das Race across Germany in 56 h ca. 1100 km gefahren und letztes Jahr beim Race across America im Team 5000 km in gut 7,5 Tagen, was er 2019 als Solostarter plant. Und dabei wirkte er eigentlich etwas übergewichtig auf mich. Never underestimate an old man with a bicycle!

So vergingen die letzten km mit Plauderei und Km runterzählen. Am Ende standen 407 km in Brutto 20h auf der Uhr, davon waren nur drei Stunden Pausen. Der alte Hans wäre stolz auf mich!

Von 96 Startern hatten bei meiner Ankunft 6 abgebrochen, ich war als 44. im Ziel. Nicht, dass das eine Rolle spielen würde, aber ich bin in der oberen Hälfte 😉

Später erfuhr ich über Strava, dass mein früher Begleiter aus Groningen bei km 300 eine gut vierstündige Pause in einem Hotel eingelegt hat und nach einer Mütze Schlaf gegen 8 Uhr morgens ins Ziel kam.

Hier gibts das Ganze noch bei Strava

 

 

6 Kommentare zu „RAVeL, RAVeL, wir fahren nach Namur

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  1. Der alte Hans wäre bestimmt super stolz auf Dich, Markus 😉 Und der hätte Dich auch nicht angeranzt (hoffe ich). Sowas habe ich genau einmal erlebt und war sehr froh, als die Person damals schnell aus der Gruppe fiel. Ich zumindest bin ja in menschenarmen Zonen unterwegs, um mich nicht mit der schlechten Laune anderer Menschen auseinandersetzen zu müssen.
    Aber sehr schön, dass Du ansonsten Spaß hattest 🙂 400 km sind echt ein Wort!! Aber was kommt jetzt?

    Gefällt 1 Person

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