Er“fahr“ungen mit dem Schotter-Renner

Seit fast 8 Wochen fahre ich nunmehr mit meinem neuen Votec VRX umher. Knapp 1.700 km hat es mittlerweile auf der Uhr. Zeit für ein kleines Fazit!

Den größten Anteil (etwa 2/3) an der bisherigen Strecke hat mein Arbeitsweg. Obwohl die Radwege (oder das, was man hier als solche bezeichnet) allein schon das Dasein eines Schlecht-Wege-Rades rechtfertigen würden hat sich die Streckenwahl doch zugunsten eines höheren Anteils an Feld-Wald- und Wiesenabschnitten verschoben und minimal verlängert. Macht einfach mehr Spaß sich abseits des üblichen Verkehrs zu bewegen.

Gut, bei richtig schlechtem Wetter wird trotz Ass-Saver oder mittelgroßem Saddlebag der Rücken besprenkelt, aber dennoch nutze ich mein bisheriges Schlecht-Wetter-Rad aka Trekking-Rad seitdem gar nicht mehr. Und auch der Renner, der sicher hier und da hätte eingesetzt werden können, muss vermutlich bis zum nächsten Brevet warten. Definitiv: Wenn ich nur ein Rad besitzen dürfte – es wäre genau so ein Gravel-Dings. Vielleicht beschaffe ich mir auch noch die passenden SKS-Raceblades, für die an Gabelscheiden und Sitzstreben entsprechende Gewinde eingelassen sind.

Über einige Vor- und Nachteile zwischen meinen Kandidaten hatte ich ja schon ausführlich hier berichtet. Kontrovers wird ja im Allgemeinen über die 1x Schaltgruppen diskutiert. Ich habe das zweite Kettenblatt bisher noch nicht vermisst. Und zumindest eine Strecke von 100 km und einige bissige Steigungen (zugegebenermaßen keine sehr langen) habe ich damit auch schon unter die breiteren Reifen genommen. Der Rahmen in Größe M ist recht kompakt, so dass meine Rahmentasche von Revelate etwas gequetscht wird, und das ist schon die kleinste, die es gibt.

Die Carbon-Sattelstütze mit Setback kollidiert etwas mit der Ortlieb-Saddlebag. Hier muss man bei der Montage des Halters ein wenig fummeln bis die optimale Position gefunden ist. Das war am Renner mit der graden Stütze kein Problem. Ob ich den dritten Flaschenhalter unter dem Unterrohr vermissen werde wird sich bei den ganz langen Touren dann zeigen. Oft wird dort ja doch nur das Flickzeug verstaut.

Ja, und so richtig amtliche Gravelrunden bin ich damit auch schon gefahren. Zusammen mit Tom und Daniel eine tolle Runde am deutsch-holländischen Grenzgebiet bei Venlo.

Und mit Kollegin Claudia eine Runde „zwischen den Jahren“, wo wir versucht haben aber auch nix auszulassen, was hier im Ruhrpott irgendwie nach Schotter, Wald und Matsche aussah.

Nun, und für den in diesem Jahr nicht stattfindenden Candy B. Graveller habe ich auch schon einen Ersatz gefunden. Ende April geht es >600 km von Hamburg nach Stettin auf dem Hanse-Gravel. Daniel hat mir bei unserer Tour so gut zugeredet, so dass ich mich spontan angemeldet habe. Neben der Tour an sich freue ich mich da besonders auf die vielen Menschen die dort mitfahren, die ich bisher nur aus diesem Internet kenne.

Aber das Rennrad wird keineswegs eingemottet. Einige Brevets wird es 2019 auch noch geben und für die 330 km bei Burning Roads habe ich schon einen Startplatz sicher. Kann man wohl auch alles mit dem Graveller fahren, aber warum, wenn man die Auswahl hat!

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8 Kommentare zu „Er“fahr“ungen mit dem Schotter-Renner

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  1. Kleiner oder besser großer Tip von mir, der Ortlieb Seat-Pack frisst nicht nur deutlich mehr Volumen, er ist dadurch aber auch besser als Ass-Saver geeignet. Zar hat er keine Schnellmontage wie der von Dir verwendete, geht dafür aber auch besser mit dem Setback Sattelstützen ( hab ich selbst am Cannondale CAADX ).

    Ansonsten, gute Testbericht und nette Gegend da bei Euch.

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    1. Stimmt, der große Seatpack packt mehr weg und hält mehr ab. Der Saddlebag ist von mir auch nur für Runden von vielleicht bis zu 400 km bei vorhersehbaren Wetterbedingungen gedacht, also z.B. entsprechende Brevets, oder beim Bike2Work. Ich hab mir den 6l Seatpack von Topeak gekauft. Der ist deutlich günstiger als Ortlieb und Apidura und hat einen dichten Innensack. Das finde ich zum Packen praktischer. Und er hat ein Gummispannband drauf, wie beim großen Ortlieb. Das hat der kleinere Ortlieb Seatpack nicht, der mir von der Größe her reicht. Und der dichte, kleine Apidura hat zwar einen Gummistraps, ist aber noch teurer.

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  2. Ich lese gerade ein bisschen mich durch Blogger die auch übers Radeln schreiben. Bin dabei über deinen Blog gestolpert. Der liest sich super! Ich bin echt überrascht, dass ein Gravel so off-road – tauglich ist. Meins kommt erst im April und scharre schon mit den Hufen.

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