From Dusk till Dawn (till Dusk)

Wenn mir irgendwelche Termine oder Besuche auferlegt werden drehen sich meine Gedanken oftmals zunächst um eventuelle Möglichkeiten das mit einer Radtour zu verbinden. Diesmal war es die Einladung am 4. September zu einem Abschiedsgottesdienst des Pastors, der ab Oktober in unserer Gemeinde in Duisburg seinen Dienst antreten wird. Die verabschiedende Gemeinde liegt in Backnang in Baden-Württemberg in der Nähe von Stuttgart. Hmm, knapp 412 km sagt Komoot bei der ersten Abfrage dazu, die Feierlichkeiten sollten Sonntags um 14 Uhr starten. Also entweder Freitag nach der Arbeit direkt los, oder Samstag sehr früh. Zurück könnte es Sonntagabend mit ebenfalls geladenen Freunden im Auto gehen. Die Samstags-Variante wurde schnell verworfen, da dann bis zur Verabschiedung keine vernünftige Erholung mehr möglich wäre, denn so mindestens 24h würde ich schon dafür einplanen. Also Freitag nach der Arbeit los und durch die Nacht, Samstag in Backnang ins Hotel, schön ausschlafen und frisch am Sonntagmittag dort auflaufen.

At least there is a plan

Wie man sieht, ist die erste Hälfte eher flach, die zweite Hälfte bietet dann die Höhenmeter. Komoot ist, was die Planzeiten angeht, ja eher großzügig. Also die >26h brauche ich vermutlich nicht (Spoiler: Irrtum!). Bei einer ähnlichen Aktion, dem immer noch längsten Bike2Work ever, brauchte ich seinerzeit knapp 30h, bei fast 10h Pause für 430 km bei fast 3000Hm. Das sollte doch mittlerweile besser gehen. Die Pausen fressen Zeit, die muss ich also kurz halten. Schneller fahren brauch (und kann) ich gar nicht. So baue ich mir eine Marschtabelle fürs Oberrohr mit Angaben fürs refuelen bei Supermärkten, Tankstellen, McD, Bäckereien und schreibe gleich die etwa geplanten Ankunftszeiten mit drauf.

Gegen 15:30 Uhr starte ich am Freitag vom Büro in Moers aus, über Neuss, Dormagen und Köln sollte ich gegen 20:30 Uhr Bonn passieren, u.s.w.. Ich bitte euch, keine 100 km und dafür 5h, das ist doch keine Herausforderung, oder? Jaaa, aber es war auch noch recht warm (bis 27°C), dann hält man mal an für ein Foto, dann lockt mal ein Eis am Straßenrand und die Touristenströme am Rhein entlang Freitagsabends in Köln und Bonn sind auch nicht ohne. Schaun mer mal. Irgendwann in der Nacht sollte heftiger Regen einsetzen mit Gewitterneigung. Auf dem Plan gelb markiert. So wüsste ich wann es Zeit wird die Regenklamotten rauszuholen.

(Zu) Ambitionierte Marschtabelle mit Farbcode für Regen (gelb), Abendbrot und Frühstück (rot)

Luxus-Gravel im Rheinpark in Neuss

Km 30 bei Neuss: Ist das Kunst, oder kann das weg?

In Remagen, Andernach und Koblenz, also zw. km 117 und 157 liegen eine Tanke und drei Mecces, das wäre nach Plan ein guter Zeitpunkt für ein Abendmahl. Mal schauen für welchen ich mich entscheiden würde. Aber zunächst lockt in Köln-Fühlingen eine Eisdiele mit markanter Werbung und verleitet mich zu einer kurzen Pause.

Km 52: Eisdiele kurz vor dem Fühlinger See bei Köln

Und so rolle ich am frühen Abend in Köln ein, immer am Rheinufer entlang durch Menschenmassen, die nach einem warmen Spätsommertag Zerstreuung am Wasser suchen. Außerhalb der unmittelbaren Innenstadtnähe ist es am Rhein durchaus angenehm zu radeln. Die Sonne verabschiedet sich allmählich, als ich dann südlich von Bonn gegen 20:30 Uhr an der „Frittenschmiede“ vorbeikomme. Eine klassische Currywurst mit Pommes statt dem elenden McD Zeugs ist verlockend, zumal ich hier noch in der tiefstehenden Abendsonne draußen sitzen kann. Bis zum nächsten McD wäre es noch gut eine Stunde und so lassen mich leichter Hunger, aber vielmehr noch Durst hier stoppen. Leider hat die Frittenschmiede seit 30 Minuten die Fritteusen schon kalt und so gibt es nur eine Cola für mich.

Km 78: Kurz vor Wesseling

Km 90: Bonn Rheindorf. Langsam verschwindet die Sonne

Km 100: Frittenschmiede leider ohne Fritten. Aber genau im Zeitplan!

Also würde es doch ein McD werden, der mich für die Nacht rüsten sollte. Nicht so sehr der Hunger, vielmehr der Bedarf meinem rumorenden Gedärm Erleichterung zu verschaffen, lassen mich schon die erste Möglichkeit in Remagen ansteuern. Klarer Vorteil der „gelben Möwe“ gegenüber diversen Imbissen am Wegesrand ist ja auch eine akzeptable sanitäre Einrichtung. Pommes, Burger und mal wieder Cola fördern allerdings nicht gerade die Beruhigung meiner Innereien.

Km 116, 21:40 Uhr: Watt mutt dat mutt

Bis hierher und noch ein Stück weiter war ich fast exakt die gleiche Strecke schonmal gefahren auf dem Weg zum 18. Geburtstag meines Patenkindes. Damals hatte mich ab Bonn Christian, aka triggerflanke_cycles, begleitet, der mir den Schlafplatz in einer Schutzhütte bei Namedy empfahl. Das war seinerzeit mein erster echter Overnighter und ich habe bis dahin und auch danach nie mehr so gefroren, wie in jener Nacht. Mittlerweile besitze ich aber einen deutlich besseren Schlafsack. Diesmal will ich aber die Nacht durchfahren und habe somit auch keinen Schlafsack dabei. Ein kurzer Fotostopp an der Hütte ist natürlich trotzdem erforderlich.

Km 134, 23:00 Uhr: Schutzhütte von Namedy bei Andernach

Km 165, 01:00 Uhr: Nix mehr los im Coyote Ugly hinter Koblenz

Km 178, 01:50 Uhr: Boppard. Kühl geworden, muss ein bisschen was überziehen.

Offensichtlich (und eigentlich auch erwartungsgemäß) bin ich Nachts einfach langsamer unterwegs. So hänge ich nach halber Strecke schon gut 1,5h hinter dem Zeitplan. Der Weg am Rhein entlang ist aber auch teils stockdunkel und steinig. Gravelroute halt. Gut, dass ich meinen fetten Scheinwerfer dabei habe, der die Nacht zum Tag macht. Na ja, zumindest fast. Ich versuche sparsam mit den Stromressourcen umzugehen und schalte um auf die normale StVZO Akkulampe, sobald die Strecke ein wenig beleuchtet ist. Der dicke Scheinwerfer soll auf kleinster Stufe gut 5 h halten. Reicht halt nicht für die ganze Nacht.

03:30 Uhr: Halbzeit in Bacharach. Später als geplant.

In Bingen, etwa bei Km 220, verlässt der Track den Rhein und folgt ein Stück der Nahe, die dort in den Rhein mündet. An der Mündung komme ich an einem netten Plätzchen vorbei mit schönen Parkbänken. Ich halte kurz an um einen Riegel zu essen und einen Schluck zu trinken. Trinken während der Fahrt fällt mir eher schwer, weshalb ich dafür (zu) oft kurz halte. Vielleicht wäre so eine Getränkeblase mit Trinkschlauch im Rahmendreieck was für mich. Irgendwas ist ja immer. Wo ich so auf der Bank sitze und meine leicht schmerzenden Glieder strecke, beschließe ich einen kleinen Powernap einzulegen. Wecker auf 15 Minuten gestellt und Augen zu. Ich schlafe tatsächlich ein und als der Handywecker summt schrecke ich hoch, fühle mich aber echt erholt. Auf geht’s weiter durch die Nacht!

Eine halbe Stunde später, mittlerweile ist es 05:20 Uhr, komme ich in Grolsheim an einem Automaten einer Eismanufaktur vorbei. Für 3 Euro (mit Kartenzahlung!) bekommt man einen Becher veganes Eis in 5 verschiedenen Geschmacksrichtungen. Ich kann nicht widerstehen und entscheide mich für sauren Apfel. Ein gute Wahl.

Km 228, 05:20 Uhr: Eis zum Frühstück in Grolsheim. Warum nicht?

Jetzt folgt ein Dorf dem Anderen, von keinem habe ich je gehört. Und auch die Höhenmeter kommen jetzt langsam. Dafür lässt der Regen, der nach Vorhersage seit Stunden niedergehen sollte, auf sich warten. Soll mir sehr recht sein. Als es kurz hinter Gau-Bickelheim in die Weinberge geht (schmerzhafte Erinnerungen an den Candy kommen hoch) fallen ein paar Tropfen und die Nacht neigt sich dem Ende zu. Am Horizont zeigt sich zaghaft die Morgendämmerung. Es ist fast halb sieben und eigentlich wollte ich schon gut 40 km weiter sein. Nun gut, eigentlich sollte es auch schon seit wenigstens drei Stunden regnen.

Km 240, 06:20 Uhr: Night is over

Die Weinberge strengen an, auch wenn sie nicht ganz so steil wie beim Candy daherkommen. An der ein oder anderen Stelle wird das Rad dann doch geschoben. Eine Stunde später komme ich an einem lauschigen kleinen Fleckchen vorbei, welches sich sogar „Wandrers Ruh“ nennt, was man an einer Plakette auf einem Findling ablesen kann. Wenn das keine Aufforderung zum nächsten Powernap ist. Ein paar Lakritze, Wasser und 15 Minuten Augen zu wirken mal wieder Wunder.

Weinberge – schön anzuschauen, schwer zu fahren.

Km 250, 07:30 Uhr: Nach einem kurzen Powernap frisch wie der Frühling

Den McD in Alzey hatte ich eigentlich als Notlösung vorgesehen, da er einige Km abseits des geplanten Tracks liegt. Aber die nächste Möglichkeit für ein Frühstück ist eine Tanke rund 40 Km weiter in Ludwigshafen, und es sieht auch gefährlich nach kräftigem Regen aus. Also wird in Alzey der Track verlassen und der Mecces angesteuert. Mein Magen rumort immer noch verdächtig und die viel besungenen sanitären Einrichtungen dort sind daher auch willkommen.

Zum Egg-Mc-Muffin gibt es Orangensaft als Wahlbeilage. Nach Letzterem gelüstet es mich am Meisten. So richtig Hunger hab ich mal wieder nicht. Aber oh Schreck, ausgerechnet der ist ausverkauft und nur ein dröger Keks dazu ist die Alternative. Muss mal wieder eine Cola herhalten. Den Keks bringe ich nicht herunter und auch das Eierbrötchen mit dem komischen Namen will mir nicht so recht munden. Während ich so vor mich hinmuffele, zieht draußen ein amtliches Unwetter auf. Regenmassen prasseln herab und das Regenrader sagt mir, dass das Schlimmste erst in 45 Minuten vorüber sein wird. Was sind schon 45 Minuten, denke ich. Hier kann ich meine Geräte laden und der Tag ist ja noch jung.

Selfie-Time bei McD. Irgendwie sehe ich aus, als ob ich mich gerade vor mir selbst erschrecke!

Es kommt jetzt richtig was runter. Der durch die lange Trockenheit geschundenen Natur wird es gut tun, ich hätte drauf verzichten können. Aber ich will mal nicht egoistisch sein. So habe ich die vorher noch schnell bestellten Velotoze Latexregenüberschuhe zumindest nicht umsonst gekauft. Meine alten Überschuhe sind ja nach der nächtlichen Schlammschlacht beim Candy den Weg aller sterblichen Überschuhe gegangen.

Nach einem weiteren Eier-Muffin gehe ich kurz raus zum Rad und hole meine Regenklamotten. Um die neuen Latex-Fetisch-Schlappen anzuziehen benötigt man Geduld und Ruhe. Gegen halb 10 hat der schlimmste Regen etwas nachgelassen und so fummle ich mir alle Regensachen an für die Weiterfahrt. Böse Weinberge erwarten mich, die mich in Schweiß ausbrechen lassen und natürlich verabschiedet sich der Regen schnell komplett, so dass ich keine halbe Stunde später alles wieder abtüdeln kann. Angeblich sollten die MTB-Schuh-tauglichen Velotozes stabil genug sein um auch kleinere Schiebepassagen schadlos zu überstehen. Nun, dass kann ich so nicht bestätigen, kleinere Schäden zeigten sich schnell vorne unter der Sohle, aber dicht halten sie wirklich.

Km 262, 10:30 Uhr, Die Hölle von Eppelsheim, aber wenigstens kein Regen mehr

Gegen 12 Uhr lockt mich in Beindersheim erneut eine auffällige Reklame für eine Eisdiele. Inzwischen ist es wieder warm und trocken und Eis geht immer. Leider sind Betriebsferien und so entere ich alternativ eine nahe liegende Tankstelle, die allerdings schlecht sortiert ist da sie bald aufgelöst wird, wie ich vom Personal erfahre. Ich kaufe ich ein paar Getränke zum nachfüllen und Sofortverzehr und bekomme ein Mars geschenkt, weil alles raus muss.

Km 287, 12:00 Uhr: Schöne Deko, leider kein Eis

Randonneursleben

Um 13 Uhr, in Ludwigshafen steht die 3. Man sieht es schon, die Pausen kosten Zeit. Eigentlich sollte es laut Marschtabelle jetzt etwa 7:30 Uhr sein. Na ja, ich hab ja Zeit. Es geht über den Rhein nach Mannheim hinein und mitten durch das Quadrateviertel. Der Stadtverkehr kostet auch wieder ein wenig Zeit. Dafür ist es ab jetzt wieder etwas flacher.

Über den Rhein nach Mannheim hinein

Ziemlich gemischte Eindrücke hier

Im Süden Mannheims, im Stadtteil Rheinau, komme ich an einem Dönerstand vorbei. Mit McD habe ich nun magenmäßig nicht die besten Erfahrungen bisher gesammelt, also warum es nicht mit einem Döner versuchen. Es ist ohnehin Zeit für einen Mittagssnack und sitzen kann man dort auch.

Eine gute Stunde später passiere ich Walldorf und an einer Tankstelle bekomme ich nun doch nochmal ein Eis, welches aber wieder zu einer kurzen Pause führt. Mein Wahoo zeigt noch ordentlich Resthöhenmeter an, was mich ein wenig nervös macht. Und tatsächlich, kurze Zeit später ist es mit der flachen Herrlichkeit vorbei und es steigt wieder stetig an. Neben den bekannten, kräftezehrenden Weinbergen sind hier auch einige Apfel- und Birnenplantagen zu finden. Da darf man sich natürlich nicht dran gütlich tun, aber viele Wege sind mit Streuobstbäumen gesäumt. Da hier das Allermeiste am Boden liegt, gehe ich mal davon aus, dass der hungrige Wanderer und Radler sich doch davon bedienen darf, oder? Die am Boden liegenden Äpfel sind verbeult und wurmzerfressen, also werfe ich gefallenes Obst in die Bäume zurück und produziere dadurch frisches Fallobst. Auch hier ist oft Getier in der Frucht, aber es gelingt drum herum zu knabbern und schmecken tun sie auch köstlich.

Km 332, 15:40 Uhr: Eispause bei Walldorf

Km 352: Verpflegung frisch vom Baum

So gestärkt setze ich meine Fahrt fort. Inzwischen ist es kurz nach 5 und eigentlich sollte ich laut Booking.com bis 18 Uhr am Hotel sein, was bei verbleibenden gut 60 km natürlich aussichtslos ist. Ich rufe im Hotel an und bekomme die Information, wie bei späterer Anreise zu verfahren ist. Man bekommt einen Code mit dem die Haustür zu öffnen ist und einen weiteren Code zu einem kleinen Tresor, der den Zimmerschlüssel enthält. Gut gelöst. Eine Stunde später passiere ich Gemmingen, das mit einem imposanten Rathaus aufwartet. Nicht weit dahinter geht es wieder in die Weinberge. Irgendwo müssen sie ja stecken, die ganzen Höhenmeter. Auch hier muss ich teilweise wieder den Bock schieben. Auch wenn ich weiß, dass es ganz sicher nicht erlaubt ist von den Trauben zu naschen kann ich mich nicht beherrschen davon zumindest ein paar wenige zu probieren. Herrlich süß, allerdings mit recht fester Schale (heißt das eigentlich Schale oder vielleicht doch Haut?), wird daraus sicher mal ein prima Wein werden. Der Winzer möge es mir verzeihen, aber die Neugier war stärker.

Einfahrt Gemmingen

Schickes Rathaus in Gemmingen

Süße Verlockung

Es wird nun bald dunkel und so ist es schließlich schon halb neun, als kurz hinter Beilstein endlich die 4 vorne auf dem Tacho steht. Nur noch 15 km Rest aber noch 300 Höhenmeter. Ist das ein Irrtum? Wie kann das sein? Ich kann es nicht glauben. Doch wirklich, nur wenige Km später wird an der Straße 14% Steigung angezeigt. Fast zwei Kilometer geht es so hinauf. Absteigen und schieben ist mir zu gefährlich, da es eine unbeleuchtete Landstraße ohne Seitenstreifen ist, und so quäle ich mich schnaufend und fluchend aufwärts. Belohnt werden die Mühen mit einer ebenso steilen Abfahrt in den Ort Kleinaspach hinein, die glücklicherweise gut zu fahren ist. Die paar restlichen Kilometer sind dann etwas versöhnlicher und ich erreiche das Hotel endlich gegen halb 10, nicht ohne vorher an einer Tankstelle noch ein Betthupferl in Form einer Liter-Dose Faxe Bier (Transportvorteil!) und einigen weiteren Leckerlies zur Nacht eingekauft zu haben. Es wurde mir übrigens seitens des Hotels explizit angeboten das Rad mit aufs Zimmer zu nehmen. Meine zaghafte Bemerkung, dass das Rad aber sehr schmutzig sei, wurde mit dem Hinweis auf die tägliche Zimmerreinigung abgetan. Sehr lobenswert!

20 h Fahrzeit sind ja Okay, aber wo ist der Rest geblieben?

Endlich im Hotel!

Nach einer erholsamen Nacht und einem guten Frühstück verlasse ich das Hotel gegen 10:30 Uhr. Mittlerweile in ordentlichen Sonntagsklamotten gewandet schiebe ich mein notdürftig gesäubertes Rad neben mir her. Ich habe noch gut 3,5h Zeit bis der Gottesdienst in der Friedenskirche Backnang beginnt und verspüre wenig Lust die ganze Zeit aufzupassen, dass ich mich nicht doch noch vollschmiere an dem geschundenen Bock. Also fahre ich die knapp 2,5 Km zur Kirche um das Rad dort zurückzulassen und mir das nette Örtchen Backnang anzuschauen. Doch auch diese letzten 2,5 Km für dieses Wochenende gehen tatsächlich NUR bergauf! In dieser Gegend könnte ich glatt Verständnis für die inflationär auftretenden E-Bikes aufbringen…

Was habe ich mitgenommen auf dieser Tour:

Kleidung:

Bibshorts, kurzes Trikot, Armlinge, Beinlinge, Endura Primaloft Jacke, dünne Regenjacke, kurze Regenhose, signalgelbe Windweste, herbstliche Langfingerhandschuhe (nicht gebraucht), Regenüberhandschuhe (nicht gebraucht), Regenüberschuhe. Ferner Unterhose, Socken, lange Hose, Polohemd und akzeptable Schuhe für den Sonntag.

Technik:

2x StVZO Frontlicht, Fernlichtlampe, Lupine Rücklicht, Kopflampe, 10000er Powerbank zum wechselweisen Laden von Handy und GPS, USB Ladestecker.

Ansonsten natürlich das übliche Zeugs, wie einen Ersatzschlauch (falls tubeless komplett versagt), Flicken, Werkzeug, Kabelbinder, Kettenschloss, etwas Kettenöl und einen Lappen, Rettungsdecke für ganz schlechte Zeiten, ein paar Müsli- und Fruchtriegel, Studentenfutter, Lakritze, Wasser etc.. Obwohl ich eigentlich immer mitten durch die Zivilation gefahren bin musste ich tatsächlich einmal Wasser auf einem Friedhof nachfüllen. Die vielen kleinen Dörfchen haben nunmal nicht immer ausreichend Infrastruktur.

Facts and figures:

Fast 30,5h insgesamt, Netto Fahrzeit fast 21h für rund 415 Km mit gut 2.000 Hm. Ich bekomme die Pausen offensichtlich nicht in den Griff…

Hier das Ganze noch bei Strava

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